IMG 0693a12.11.15 - Die kostenlosen Angebote der örtlichen Banken für Kinder und Jugendliche wurden auch von unseren jungen Bewohnern im Haus am Weiher gerne angenommen. Eine willkommene Abwechslung und Bereicherung für das Bemühen, Verbindungen zwischen dem Haus am Weiher und der Bevölkerung zu schaffen. Zur Aktionswoche erreichte uns folgender Bericht:

Hansi – das Schwein!?

Schon in den ersten „Kinderstunden“ gab es beim Erlernen von Tiernamen Grund zum Lachen mit den Kindern: Denn auch ich habe versucht, einige Tiere auf arabisch auszusprechen. „Hansi!“ - das Schwein. Kann ich mir merken. Aber die Kinder lachten und hatten Mühe, mir die korrekte Aussprache „chansier“ beizubringen.
Noch mehr Gelächter gab es, als ich versuchte das Märchen „Rapunzel“ mit Händen und Füßen, einigen Worten und Rapunzeln (Feld)-Salat zu erzählen. Ich wollte die Kinder auf das Kasperletheater vorbereiten, das sie kostenlos ansehen durften.
Natürlich kann auch das Malen (wenn man es gut kann) eine Verständigungshilfe sein. In meinem Fall löste das erneutes Gelächter aus. Die Bilder der Kinder lösten bei mir hingegen auch Trauer und Nachdenklichkeit aus. So malte ein Junge viele Bomben... Die materielle Not ist wohl leichter zu minimieren als die seelische Not.
Nach der Rapunzel-Vorführung bekam noch jedes Kind einen Luftballon und ein Päckchen Gummibären. „Chansier?“ „Ja.“  Gelatine in den Gummibären – die muslimischen Kinder dürfen sie nicht essen. Dafür freut sich Christin über die Gummibärpäckchen, die ihr die anderen schenken.
Sabine Schweikert