Im Herbst 2012 kamen 18 Flüchtlinge aus Indien, Pakistan, der Türkei und dem Iran zunächst in den Dornahof. Die Familie aus der Türkei lebt jetzt in der Ostracher Straße 1 und hat ihre Anerkennung als Flüchtlinge. Sieben allein stehende Männer wohnen zusammen in der Hauptstraße 17. Fünf von ihnen haben sich gut eingelebt, sie haben Arbeit und machen den Führerschein. Sie sind aber nach fast drei Jahren noch immer ohne Antwort auf ihren Asylantrag. Sie würden gerne für sich in einer Wohnung leben, es ist jedoch nicht möglich, etwas für sie zu finden. Die anderen haben eine Duldung und wissen nicht, wie es weiter gehen wird. Manche haben einen positiven Bescheid bekommen und sind weg gezogen.


Der Helferkreis Asyl Altshausen

Im Dezember 2014 kamen 17 Flüchtlinge aus Syrien in die Haggenmooserstraße 7, sie wurden herzlich aufgenommen, die Spendenbereitschaft und das Interesse der Bevölkerung waren sehr groß. Viele private Kontakte haben sich ergeben und inzwischen gefestigt. Drei Monate wurde in Zusammenarbeit mit der VHS ein intensiver Deutschkurs angeboten, der auch vom Landratsamt finanziell gefördert wurde. 10 Syrer haben ihre Anerkennung als Flüchtlinge erhalten, 2 werden sie bald bekommen, dann haben sie Anspruch auf einen Integrationskurs und dürfen ihre Familien nach kommen lassen oder auch woanders hin ziehen, wenn sie dort Wohnung und Arbeit finden. Fünf Syrer haben eine Dublin-Benachrichtigung erhalten und wissen nicht, ob sie die Anerkennung bekommen oder ob sie nach Ungarn oder Italien zurück geschickt werden, was die Leute enorm belastet.


Im Juni 2015 sind acht Flüchtlinge aus Syrien und zwei aus Nigeria im Dornahof angekommen. Die syrischen Flüchtlinge sind zwischen 18 und 32 Jahren alt und haben fast alle studiert und hoffen auf gut berufliche Perspektiven. Die meisten sind sehr sportlich. Fußball, Kickboxen, Thai Chi, Tischtennis und mehr sind ihre Hobbys. Vermutlich werden die meisten der Syrer sehr bald einen positiven Bescheid bekommen, dann können sie gut Deutsch lernen und vielleicht eine Ausbildung machen oder eine Arbeit finden. Bis es so weit ist, können sie an 3 Tagen in der Woche im Dornahof einen 1-Euro Job machen. Montags und freitags bekommen sie Deutschunterricht durch den Helferkreis. Die Flüchtlinge haben noch wenig Kontakt in der Gemeinde.

Wer die neuen Syrer kennen lernen möchte, hat Gelegenheit: Dienstags um 19 Uhr treffen wir uns auf einen Tee. Im ersten Container ist ein Gemeinschaftsraum eingerichtet.